Notizen des Tages

Ich wäre jetzt gerne für dich da...

Ich hätte mich damals einfach nicht umdrehen und dich ansprechen sollen. Diesen Satz hab' ich heute zu dir gemeint. Der Satz war so falsch und gelogen. Ehrlich wäre gewesen zu sagen, dass ich enttäuscht bin, enttäuscht von der Chance, die das Leben nicht zulässt, enttäuscht von dem falschen Zeitpunkt. Ich sagte zu dir, ich werde in zwei Jahren nie oder nicht mehr an dich denken. Der Satz war ebenso falsch und gelogen. Ich werde mich immer an dich zurückerinnern. Ich weiß noch nicht mit welch einem Gefühl, aber nach deinen Worten heute, wahrscheinlich mit einem gutem.

Ich habe Angst vor den Fehlern, die auch ich gemacht habe, aber am meisten Angst, dass deine Entscheidung, die du getroffen hast, die falsche ist.

Ich habe auf mein Herz gehört und dort waren noch zu viele Gefühle für dich übrig, um die Hoffnung zu verwerfen. Dort war Wille und Liebe drin.

Es geht im Moment nicht in meinen Kopf, dass ich jetzt nur eine Freundin werde könnte; dich dann einfach so anzusehen, als wäre die Welt in Ordnung, nie etwas gewesen und alles rein platonisch.

Ich wünsche mir so sehr, dass du hier neben mir auf der Wiese liegst, mit mir die Sterne schaust und alles gut ist, gut so wie es ganz am Anfang war, als du noch Zeit hattest.

Du hättest dich am liebsten für mich entschieden. Der Satz hat mich unendlich beruhigt. Beruhigt, weil ich danach wusste, dass die Beziehung ehrlich war.

Ich will dich in meinen Armen halten, ohne dass es weh tut, ohne den Alltag, Aufgaben, Kopf. Nur du, meine Arme und diesem Gefühl, dass sich Liebe nennt, als wäre nichts gewesen...
7.5.11 23:56


Sie freut sich. Sie ist ein wenig aufgeregt, obwohl sie keinen Grund dazu hat. Die Bahnhofshalle ist still, leer und klar.
Im ersten Moment ist er ihr wieder fremd. Beide reden, während sie unter dem Schirm Schutz vor dem Regen suchen. Sie redet um ihre Unsicherheit zu überspielen.

Während schlechter, viel zu lauter Musik und warmer Luft, erfährt sie Sachen über ihn, die sie einschüchtern. Er streicht ihr einige Male über den Rücken. Ein schönes Gefühl. Sie beobachtet ihn beim Kakao schlürfen. Sie starrt ihn manchmal ziemlich lange an und muss immer ein wenig schmunzeln, weil er es nicht bemekrt.

Ihr Bauch schmerzt unbestimmt. Es wirkt mehr wie ein Traum und ihre Gedanken kreisen. Im Kopf herrscht Unordnung. Die Gedanken beschäftigen sie mehr, als dass sie die Atmosphäre und ihn neben ihr wahrnehmen kann. Seine Augen wirken ruhig und unschuldig und sie traut sich nicht lange hinzuschauen. Flüchtige Blicke sind einfacher.
Sobald sich ihre Blicke länger als drei Sekunden treffen, fühlt sie sich ganz weich. Ihr Bauch fühlt sich wie im Paradies an. Die schönsten aller Schmetterlinge in ihrem Bauch. Er ist so schön anzuschaun'.

Er ist die erste Person, die sie mit diesem Gefühl küsst. Und trozdem wirkt alles wie ein wundervoller Traum, der viel zu schön ist, den sie nicht versteht.
Beim küssen kann sie endlich ihre Gedanken loslassen und wahrnehmen, realisieren, miterleben was um sie herum geschieht. Sie ist fasziniert davon. Sie spielt, saugt und beißt leicht an seiner Lippe. Sie kann nicht genug von seinen Küssen haben. Nochmal und nochmal, während ihr ganzer Körper bebt.
19.3.11 17:08


Man schaut sich so alles an. Die Menschen in Facebook, die Menschen zu Hause, das Haus, die Umgebung. Erst war Fab dran. Und ich dachte so schnell passieren Unfälle nicht. Aber sie passieren unglaublich schnell. Ich weiß nur noch wie ich geschrieen habe, unglaublich fest auf der Bremse war, die Teile um mir herum fetzen sah und ich so unglaublich gelähmt war, obwohl ich Richtung Leitplanke gerast bin. Ich dachte nur, dass hält die Leitplanke nicht durch, ich falle runter, ich falle runter Richtung Abgrund, das war 's, wirklich. Ich spüre noch jeden einzelnen Aufprall, ich weiß nicht wie oft ich beim schleudern aufgeprallt bin. Und so ganz kann ich noch immer nicht realisieren. Ich lebe.
27.4.11 18:57


Diesen Eintrag widme ich Fab, unserem Fabse. Seine Fahrkunst war immer ein wenig rasant und leichtsinnig. Aber keiner hätte auch nur ansatzweise daran gedacht, dass ihm soetwas zustoßen würde. ...Ich will gar nicht an das Schlimme denken. Es wirkt alles surreal. Die Gedanken kommen immer wieder: Was ist, wenn ich ihn das nächste Mal auf der Beerdigung sehen würde, oder total verstellt und nicht mehr der Gleiche wie vorher? Ich verbringe mit ihm immer tolle Zeiten. Freitag in drei Tagen, wollten wir wieder einen Kakao trinken gehen oder ein Bier, so wie früher. Er ist halt irgendwie Fab und ... und hoffentlich bleibt er Fab, der Alte.
15.3.11 22:01


Eben lag ich noch im Bett, halb liegend, halb sitztend, die Heizung auf 5, laß mein Buch. Verlor mich in Gedanken und Welten anderer mit befriedigender Musik in den Ohren, die mich abschirmten von den Einflüssen des realen Lebens, dem Alltag.

"Hast du keinen Hunger?" Da stand plötzlich eine Gestalt an der Tür. Das brachte mich aus der Geschichte, die ich laß raus. Ich stand auf, ging runter. Es war überall kühler. Alles war laut und hektisch.

Habe ich heute schon ein paar Worte mit meinen Eltern gewechselt? Ich weiß nicht, ob ich es mal bereuen werde, so wenig geredet zu haben, oder die freundlichen, gutmütigen, moralischen, ungleiche Redeanteile nie vermissen werde.

2.2.11 19:04


Ich weiß nicht wie es dazu kam. Liegt es daran, dass ich zu lange geschlafen habe? Liegt es an der es an der grauen Aussicht aus dem Fenster? Die Wiese ist braun, strohig, alles ist mit Unkraut bedeckt, die Wolken ebenso.

Alles sieht verschwommen aus. Soll ich die Brille tragen? Alles steigt mir zu Kopf. Hab' ich Fieber? Alles ist so irreal. Dann ist niemand außer mir im Haus. Ich höre Geräusche. Sind sie von draußen? Alle Fenster sind zu. Eins ist bestimmt offen, eins muss offen sein. Ich gehe duschen, ich föhne, schminke mich. Ich lese und sehe Dinge, nehme sie aber nicht wahr. Es ist so als ob ich alles von oben beobachte, aber nicht mitbekomme was vor sich geht. Wie eine Dumme, die hundert mal Dinge ließt, den Inhalt aber nicht versteht, noch nicht mal grob mitbekommt, worum es in dem Text geht.

23.1.11 07:05


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